Zeitungskritiken

Kreativer Aufbruch ins neue Lied

„Manche Geschichte klingt fast zu schön, um wahr zu sein, und doch ist sie wahr: Als sich die damals 17jährige Giselle von Gilching nach Paris aufmachte, um die Welt kennen zu lernen, begegnete der versierten Akkordeonspielerin an einem lauschigen Sommerabend am Seine-Ufer kein Geringerer als der große Chansonnier Georges Moustaki. Er war von dem Mädchen und seinen musikalischen Fertigkeiten so angetan, dass er es spontan bat, ihm doch das Akkordeonspielen beizubringen. Dies war der Beginn einer wunderbaren, bis heute währenden Freundschaft, die für die künstlerische Entwicklung der begabten jungen Deutschen von entscheidender Bedeutung sein sollte.
Das Mädchen von einst ist natürlich eines Tages zurückgekehrt. Inzwischen sucht die gereifte Künstlerin zwischen Musette-Walzern und Bossa Nova, folkloristischen Anleihen und Blues nach eigenen musikalischen Wegen und nennt das Ergebnis dieser Suche „New Chanson.“
Von ihrer kreativen Aufbruchstimmung hat Giselle dabei noch nichts eingebüßt: Dem heimischen Publikum stellte sie sich am Samstagabend als äußerst vielseitige Persönlichkeit vor, die mit feinem Gespür auch von sich selbst zu erzählen weiß…“
Thomas Lochte, Süddeutsche Zeitung

Trio mit Lebensfreude

„Wer nur französisches Liedgut erwartet hatte, wurde mit neuen Chansons in unbefangener Vielsprachigkeit überrascht. Giselles Chansons haben genau das, was ein Chanson ausmacht: Viel Melancholie, Erotik, Leidenschaft und Echtheit. Die Interpretin weiß, wovon sie singt, und beherrscht die leisen wie die kraftvollen Töne. „Geliebt möchte’ ich haben, wenn ich älter bin, geliebt wie eine Königin“, ein musikalischer Wunsch, der bestimmt für sie in Erfüllung geht, ob mit dem griechischen Hirten, dem Franzosen Jean-Pierre, oder dem leidenschaftlichen Gitarrenspieler, die ihre Lieder bevölkern.
Eine Liebe läuft all diesen Herren aber offensichtlich den Rang ab: Die intime Beziehung zum Akkordeon. Man weiß nicht so recht, wer schmiegt sich hier an wen, und handelt es sich bei diesem Instrument tatsächlich um jenes Ding in dem traurigen, grauen, Kasten, das kleine Mädchen hinter sich her zur Musikstunde schleppen? Das Akkordeon, das „Kind der Straße, mit dem die Matrosen über die Meere gezogen sind“, wurde in ihren Armen gleich quicklebendig.
Die eingestreuten Kontrabass- und Gitarrensoli erzählen eine eigene, phantasievolle Geschichte. Groovig-fetzigen Sound, das haben alle drei Musiker in ihrem Repertoire…“
Sabine Summerer, Allgäuer Zeitung

Man muss ihr nur zuhören

„Eine kraftvolle Chansonstimme sieht man weder dem Namen noch der Person auf Anhieb an. Giselle, die sich am Samstag in der Stadthalle Germering vor das Mikro stellte, war Musik und zeigte bereits beim ersten Song, dass ihre Stimme durchaus mit der Dietrich zu vergleichen ist. Erotisch, lasziv und unglaublich tief.
Doch Giselle imitiert niemanden, sie hat ihren eigenen Stil, den sie als New Chanson bezeichnet. Musette-Walzerklänge werden dabei unbekümmert mit rockigen Elementen, Bossa-Nova-Rhythmen oder Reggae gemischt. „Anfangs habe ich nur zur Gitarre gesungen, Akkordeon und Gesang wirkte so verstaubt“, erzählt Giselle. Dass sie das oft etwas schwerfällig klingende, fauchende Instrument dann doch auf die Bühne brachte, verdankt sie dem Zuspruch ihrer Freunde.
Giselle vergewaltigt ihr Instrument nicht für pseudo-fröhliche Heimatklänge und gibt sich nicht betont provozierend. Vielmehr scheint das Instrument selbst aktiv zu werden und Klänge hervorzubringen, für die es gemacht ist, sehnsuchtsvoll, traurig, in der nächsten Minute fröhlich. Wahrscheinlich hängt das positive Echo der Zuhörer aber auch mit Giselles selbst geschriebenen Texten zusammen. Giselle singt von Reisen, von der Sehnsucht nach der Fremde, auch von der Suche nach Heimat.
Von ihrer Zeit in Paris ist Giselle vor allem eine Vorliebe für französische Texte geblieben. Doch gut zwei Drittel ihrer Lieder sind auf Deutsch, und man muss ihr nur zuhören, um diese erstaunliche Musikerin kennen zu lernen.“
Ann-Katrin Horst, Süddeutsche Zeitung

Musikalische Weltreise

„Eine musikalische Weltreise unternahmen die zahlreichen Gäste des Kesselhauses mit Chansonsängerin Giselle, die mit ihrer Begleitband das Publikum begeisterte. Wie man am Applaus unschwer erkennen konnte, kam die Idee glänzend an, die Chansons in deutscher Sprache zu präsentieren. Da gab es Lieder aus dem Urlaub in Griechenland, und das zum Klang der Sirtaki gespielte Stück machte auch bei Minusgraden warm ums Herz. Folk, Blues und Jazz mischten sich noch in den Abend, und das Programm endete viel zu schnell. Die Künstler konnten sich ihren verdienten Feierabend nur mit etlichen Zugaben erkaufen.“
Tölzer Kurier, khw

Wenn Gefühl Stimme verleiht- Ein gelungener Abend in Höhenried

„Manchmal muss sie einfach erzählen, wie das Leben so spielt; und wenn dann keiner zuhört, dann schreibt sie ein Chanson, spielt Akkordeon und singt es einem Publikum vor, das sich auf Geschichten einlässt, die das Leben schreibt. Giselle tat so in Höhenried, und sie tat gut daran; denn ihr buntes Leben, Paris und die Croissants, Griechenlands Sonne und der verlassene Thanassi, Morgenstimmung und Zärtlichkeit, die unstillbare Sehnsucht nach Liebe- all das berührt.“
Thomas M. Wellens, Weilheimer Tagblatt

Innenansichten einer modernen Frau

„Mit ihrem „New Chanson“ trifft Giselle ins Herz der modernen Frau ihrer Generation. Zwei Stunden lang gab die blonde Künstlerin am Donnerstagabend im vollbesetzten Musik-Café Einblick in das Innenleben einer musikalischen Ich-Erzählerin, die sich nicht in die engen Schablonen des bürgerlichen Lebens pressen lassen will. Doch Giselle ist nicht emanzipatorisch-militant. So wie die Akkordeon- und Gitarrespielerin vom Blues zum Bossa Nova wechselt, pendelt sie in ihrem Programm zwischen verträumter Romantik, Nachdenklichkeit und Lebensfreude.
Nach der legendären singenden Schwabinger Wirtin“ Gisela“, für die ihr frankophiler Vater einst als Student geschwärmt hatte, sei sie genannt worden, erzählt Giselle. Aufgewachsen in Gilching, hatte sich das heranwachsende Mädchen mit dem Abitur in der Tasche nach Paris aufgemacht. Einfach so, auf der Strasse, lernte die 17jährige dort den berühmten Chansonnier Georges Moustaki kennen, mit dem sie bis heute befreundet ist. Und der einstige Gefährte der großen Edith Piaf nahm sogar Akkordeonunterricht bei ihr. Moustakis Musik habe sie natürlich damals sehr geprägt, berichtet die junge Frau, die mit ihren Chansons aber nicht an das klassische französische Chansons anknüpfen will. „Ich will meinen eigenen Weg gehen“, erklärt sie, die in Paris und München an Jazz-Schulen studierte.
An den voll besetzten Tischen und bei den tanzenden Paaren kam ihr beschwingter Stilmix aus Sirtaki-Folklore, Musette, Jazz, Rock und Bossa Nova an, den die drei Musiker wirkungsvoll grooven ließen.“
Roswitha Grosse, Süddeutsche Zeitung

Ausflug nach Paris

„In der Schule war ich furchtbar schlecht in Französisch“, erzählte am Sonnabend Giselle beim Konzert ihres Trios Montparnasse im Jüteboger Kulturquartier Mönchenkloster.
„ Außer „oui“ und „bon“ hatte ich mir nach zwei Jahren Unterricht nichts gemerkt“.
Mit Chanson-, Musette-, Tango- und Paso-doble-Klassikerin begeisterte das Trio die Zuschauer. „Ich habe selbst vom siebten bis zum zwölften Lebensjahr Akkordeon gespielt und weiß, wie schwer das ist“, meinte Katrin Hoyer aus Malterhausen, „bei Giselle sieht es so federleicht aus“…
Simone Duve, Märkische Allgemeine

„Sie hat Georges Moustaki das Akkordeonspielen beigebracht und dem Chanson das Grooven“. (Süddeutsche Zeitung)

„Vielen Musikerkollegen hat Giselle eines voraus: sie lässt sich in keine Schubladen pressen.“ (Süddeutsche Zeitung)

„Sie ist eine Lebefrau, sie ist laut, sie ist leise, sie ist witzig, sie ist gefühlvoll und sie ist gut“
(Fränkischer Tag)

„Bei ihren Liedern ist zu spüren, dass sie einfach Spaß am Leben hat.“ (Obermain-Tagblatt)